Sonderausstellung

10 Jahre UNESCO-Welterbe Pfahlbauten

Wie lebte es sich als Pfahlbauer*in?

Pfahlbauten lassen die Herzen von Archäologinnen und Archäologen höher schlagen. Im Seegrund bleiben Holz, Werkzeuge und sogar Textilien gut erhalten, viel besser als auf trockenem Boden. Im Seesediment gibt es kaum Sauerstoff, der zum Abbau nötig ist. Die exzellente Erhaltung der Objekte gibt einmalige Zeugnisse. Überreste von Häusern, Wänden, Zäunen oder Feuerstellen überdauern im Boden. Die Lebensweise wird durch Funde und ethnographische Vergleiche erschlossen. Darum geben die Pfahlbauten einzigartige Einblicke in das Leben der Menschen vor 5000 Jahren: wie sie wohnten und werkten, was sie assen, wie sie sich kleideten und vieles mehr. Pfahlbausiedlungen sind die besten Archive des vorgeschichtlichen Lebens.

Die Ausstellung stellt das Haus als zentralen Teil des Lebens ins Zentrum. Die Häuser wurden am oder auf dem Wasser gebaut. Doch wer waren die Menschen, die hier lebten? Waren es Familien oder Personen, die nicht miteinander blutsverwandt waren? Solche Fragen lassen sich anhand von Funden aus den Pfahlbauten nicht klären. Klar ist, dass mehr als nur Mutter, Vater und zwei Kinder in einem Haus lebten. Höchstwahrscheinlich schlossen die damaligen Hausgemeinschaften auch Tiere – Nutztiere und Ungeziefer – mit ein.

Daten

Bis 31. Oktober 2021 im Museum Wetzikon.